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06.07.2009: Rugby - Positiver Saisonausklang für FSV Trier-Tarforst

Am vergangenen Samstag fand in Frankfurt die Süddeutsche Amateurmeisterschaft statt, für die sich die Meister der Regionalligen Süddeutschlands qualifiziert hatten. Als amtierender Rheinland-Pfalz-Meister reiste somit auch der FSV Trier-Tarforst nach Hessen, um dort mit dem Baden-Württemberg-Meister Karlsruher SV, dem Nordrhein-Westfalen Meister Düsseldorf Dragons sowie dem hessischen Vertreter und Gastgeber, der Frankfurter Eintracht, zwei Plätze für die kommende Zweitligasaison auszuspielen. Außerdem nahm der RC Luxemburg an dem Turnier teil, der ebenfalls auf eine Qualifikation für die zweithöchste deutsche Spielklasse hoffte.
Obwohl das letzte Saisonspiel für die Trierer schon fast zwei Monate zurücklag und man die Zeit dadurch mit Training und Testspielen füllen musste während der Ligabetrieb in den anderen Verbänden teilweise noch bis vor zwei Wochen lief, reiste man mit dem Ziel, sich dort so teuer wie möglich zu verkaufen, hoch motiviert nach Hessen.

Im Eröffnungsspiel traf das Team um Spielertrainer Christian Feuerer auf den Gastgeber. Hier war man Beginn an konzentriert und kam bereits nach wenigen Minuten zum ersten Versuch durch Stürmer David Dewald. Frankfurt konnte zwar zwischenzeitlich ausgleichen, nach einem weiteren Versuch durch Innendreiviertel Ramon Kammerichs ging Trier aber mit einer verdienten Führung in die Pause. In der zweiten Halbzeit konnte man die Frankfurter in ihrer Hälfte einschnüren und durch Flügel Alexander Thein einen weiteren Versuch erzielen. Das Spiel endete somit 15:7 für Trier - ein Auftakt nach Maß.

Im zweiten Spiel wartete mit dem RC Luxemburg jedoch ein deutlich härterer Brocken. Das Team aus dem Großherzogtum, das die vergangenen Jahre am französischen Ligabetrieb teilgenommen hatte und als Favorit auf den Turniersieg galt, machte von Beginn an Druck - und hatte zudem das Glück auf seiner Seite. Nach einem Straftritt and die Querlatte, sprang der Ball dem Kicker direkt zurück in die Arme, der die kurze Verwirrung der Trierer Mannschaft ausnutzte und einen Versuch über seinen Flügelspieler einleiten konnte. In einem sehr emotionalen Spiel tat sich bis zur Pause nichts mehr. In der zweiten Halbzeit spielte Luxemburg seine Routine aus. Die Trierer Hintermannschaft konnte einen langen Kick nicht klären und schon lag man mit 0:10 hinten. Nach zwei weiteren Versuchen in den nächsten Minuten war das Spiel entschieden. Verbinder Felix Klormann konnte zwar für die tapfer kämpfenden Trierer verkürzen, kurz vor Ende der Partie konnte Luxemburg aber einen weiteren Versuch über den starken Sturm zum Endstand von 25:7 erzielen.

Im dritten Spiel traf man auf Düsseldorf. Die lange Pause schien der Mannschaft des FSV Trier-Tarforst alles andere als gut getan zu haben, verschlief man die erste Halbzeit doch völlig. Zahlreiche Fehler im Passspiel und Unaufmerksamkeiten in der Verteidigung führten dazu, dass man nie wirklich ins Spiel fand. Düsseldorf spielte nicht überragend, machte aber weniger Fehler und kam nach zwei Versuchen nach sehenswerten Durchbrüchen zu einem verdienten, aus Trierer Sicht aber völlig unnötigen, 14:0 Sieg.

Im letzten Spiel kam es zu dem mit Spannung erwarteten Duell mit dem Karlsruher SV, der die als stark geltende Regionalliga Baden-Württemberg in der vergangenen Saison dominiert hatte. Die bis zu diesem Zeitpunkt noch ungeschlagenen machten auch von Anfang an gehörigen Druck, Trier verteidigte aber tapfer und konnte sich streckenweise sogar in der Karlsruher Hälfte festsetzen. Schließlich gab die größere individuelle Klasse auf Seiten der Badener den Ausschlag. Dreimal konnte deren Verbinder nach sehenswerten Einzelaktionen durch die Verteidigung brechen und für den 17:0 Endstand sorgen.

Am Ende eines tollen, wenn auch unglaublich heißen, Rugbytages, belegte Trier damit den vierten Platz. Die beiden Aufstiegsplätze sicherten sich der Turniersieger Karlsruhe und der Zweitplatzierte RC Luxemburg. Trainer Christian Feuerer war mit der gezeigten Leistung dennoch zufrieden: "Außer dem wirklich schlechten Spiel gegen Düsseldorf war das absolut in Ordnung. Besonders der Sieg gegen Frankfurt hat gezeigt, dass wir uns vor keinem Gegner verstecken müssen. Wir haben auch gegen die Favoriten gut mitgehalten und ihnen das Leben so schwer wie möglich gemacht."
Für die Trierer Mannschaft heißt es nach der in diesem Jahr extrem langen Saison jetzt erst einmal Kräfte tanken. Allerdings fällt die Sommerpause sehr kurz aus, am letzten Juliwochenende steht mit dem Beach-Rugby-Festival auf dem Petrisberg bereits das nächste Saisonhighlight vor der Tür. Im Anschluss daran beginnt bereits die Vorbereitung auf die neue Saison, in der die Titelverteidigung in der Regionalliga klares Saisonziel ist.

Für Trier spielten:
1 D. Dewald, 2 J. Goetz, 3 J. Jackson, 4 M. Still, 5 S. Klaes, 6 S. Eiche, 7 S. Müller, 8 C. Feuerer, 9 H. Steinmetzger, 10 F. Klormann (C), 11 P. Hartmann, 12 R. Kammerichs, 13 I. Tsyrulnik, 14 A. Thein, 15 H. Wolfram, 16 J. Schäfer, 17 G. Straube, 18 T. Rettwitz, 19 M. Metzger, 20 C. Roth, 21 M. Metz, 22 S. Scharfbillig

 
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