FSV Trier-Tarforst - Zurück zur Startseite

News

« Weiter zurück (älter): » Aktueller Newsüberblick » Newsarchiv Weiter vor (neuer): »
Fußball - Bezirksliga: FSV besiegt den SV Konz klar und deutlich mit 5:1   Fußball - Jugend

03.05.2010: Fußball-Bezirksliga: FSV nach 4:0-Sieg in Osburg nur noch einen Punkt hinter Spitzenreiter Schweich!!

Die Mannschaft
Die Mannschaft

Und sogar ein wenig an den französischen TGV, bekanntermaßen einer der schnellste Züge der Welt.
Dabei sah es anfangs in der Partie gegen die in Rot auflaufenden Osburger gar nicht nach einem so deutlichen Ergebnis aus. Um 20 Uhr pfiff der erst kurz zuvor eingetroffene Raphael Leonardy aus Trier die Partie vor rund 200 Zwei- und drei Vierbeinern an. Hunde genauer gesagt, auch wenn der strenge Geruch nach einem Naturdünger am Osburger Sportplatz zeitweise anderes vermuten ließ. Auch sonst machte der Rasenplatz in Osburg eher den Eindruck, als hätte man ihn mit einem Pflug bearbeitet. So hatte der FSV vor allem in der Anfangsphase immer wieder Probleme mit verspringenden Bällen. Es entstand der Eindruck, als wären die in den - übrigens wunderschönen - schwarz-weiß-längs gestreiften Trikots auflaufenden Trierer ein wenig zu schnell für den Platz. Wie mit angezogener Handbremse kam so kaum ein Spielfluss zusammen, und langsam wurde klar, warum sich die Osburger zuvor mit dem Spruch "Dies ist unser Platz!" zu motivieren wussten.

In der Tat kam Osburg besser in die Startphase, vor allem in puncto Zweikampf ließen sie den Tarforstern nahezu keinen Meter Platz. Oftmals war dies auch nur mit Fouls möglich, die den Trierern aber nicht viel weiter halfen. Einmal gelang Simon Krugmann zumindest in die Nähe des Strafraums, musste dann aber Bekanntschaft mit dem Osburger Rasen machen und erhielt die Gelbe Karte für eine Schwalbe. Was Krugmann übrigens damit kommentierte, dass er verwundet zur Außenlinie humpelte und sich dort erst mal behandeln lassen musste. Doch bald gab es Entwarnung. Krugmann war bekanntlich angeschlagen in die Partie gegangen, doch das Knie hielt, und zur Erleichterung des Trainerstabes konnte er auch 90 Minuten durchspielen.

Dennoch waren es die Osburger, die durch ihre kampfbetonte Leistung zu ersteren kleineren Chancen kamen. Der auffällige Christian Grünen überläuft in einem Solo die halbe Abwehr und kann auf Sebastian Otto passen, dessen Schuss aber zur Ecke geklärt werden konnte. Diese wurde dann aus unerkennbaren Gründen abgepfiffen. Die Vermutung, der Grund könnte "falsche Ecke" gewesen sein, lag nahe, hatte Schiri Leonardy in den 20 Minuten zuvor Osburg bereits dreimal falschen Einwurf gepfiffen.

Dennoch, Osburg blieb gefährlich, und bei Tarforst schlichen sich Fehler ein. Tobias Spruck kassierte die Gelbe Karte, nachdem er den Ball vollkommen unnötig an Christian Grünen verlor, dieser ihm im anschließenden Laufduell enteilte und nur noch mit einem Foul zu bremsen war. Eine Aktion, die vor allem seinem Coach gar nicht gefiel, das Urteil "Dümmer geht’s nimmer" war deutlich über den halben Platz zu vernehmen. Den anschließenden Freistoß köpfte Benedikt Herz dann knapp über die Latte.

Doch immerhin kam auch Tarforst zu einer ersten Chance: Der bis dahin unauffällige Kasel schickt Spruck auf links, Torwart Dennis Kauhausen kann die Situation aber zur Ecke klären. Diese brachte nichts weiteres ein. Was auch an der weiterhin zweikampfstarken und defensiven Spielweise der Osburger lag. Diese wurde jedoch zusehends defensiver, gefährlicher als bei einem Schuss von Grünen aus 35 Metern kamen die Roten nicht mehr an das Tor von Markus Schwind heran.

Dann kam Tarforst doch noch zu einer großen Chance. Carsten Knopp verliert den Ball an Spruck, dieser passt den Ball quer durch den Strafraum auf den frei vor dem Tor stehenden Simon Krugmann. Doch der zögert ein wenig zu lange, und mit einer großen Rettungstat kann Kauhausen den Ball parieren - genau vor die Füße von Patrik Kasel. Doch bevor der Torjäger zum Schuss kommen kann, stürzen sich die Osburger Spieler auf den Ball und ermöglichen es Kauhausen so, auch diesen Ball wieder zur Seite zu klären - dieses Mal so, dass kein Tarforster Spieler die Einschussmöglichkeit nutzen kann.

Vor der Pause sollte sich dann am Spielbild auch nicht mehr viel verändern: Dominik Ley sah nach einem Foul Gelb, der starke David Rinnenburger kam nach einem per Hacke durchgeführten Doppelpass mit Spruck noch einmal in den Strafraum, setzte den abschließenden Torschuss aber über den Begrenzungszaun.

Was auch immer dabei in Tarforsts Pausentee getan wurde, es half. Die erste Chance hatte noch Osburg, nach einer Ecke köpfte Benedikt Herz über die Latte. Doch Tarforst wurde besser, je dunkler es in Osburg wurde. Mit dem Wechsel von Christian Wolff für Carsten Knopp bei Osburg begann dann der große Auftritt der Tarforster. Auslöser war wohl ein Zweikampf, nach dem sich Spruck vor Schmerzen am Boden wälzte. Noch etwas humpelnd überließ dieser kurz David Rinnenburger die Offensive des linken Flügels. Der setzte sich in der 55. Minute auch gleich in schöner Manier auf links durch und flankte in den Strafraum, wo der bis dato vollkommen abgemeldete Patrick Kasel aus dem Stand gefühlte fünf Meter in die Höhe sprang und den Ball rechts oben in die Maschen köpfte - 1:0 für den FSV Tarforst.

Nun brachen bei den Tarforstern alle Dämme. Während ihre Spielweise scheinbar von Minute zu Minute schneller wurde, konnten die Osburger ihr Kraft aufwendiges Spiel nicht mehr aufrecht erhalten. Nur drei Minuten später zieht es Stefan Castello in die Mitte, niemand greift ihn richtig an, so hält er aus 25 Metern einfach drauf und trifft mit einem Geschoss links unten zum 2:0. Kauhausen blieb überrascht wie angewurzelt stehen und konnte diesem satten Schuß nur noch hinterher sehen. Ein schönes Tor. Eines, dass Simon Krugmann so gut gefallen hatte, dass er es fast kopiert hätte. Aber wenige Minuten später geht ein Schuss aus ähnlicher Position knapp am linken Pfosten vorbei.

In der 62. Minute war es dann aber doch die Zeit für Simon Krugmann, sich in die Torschützenliste einzutragen. Aus spitzem Winkel hält er von rechts einfach drauf und bugsiert den Ball über Kauhausen hinweg in die Maschen. Ein Hauch von Marko van Basten in Osburg, wer hätte das erwartet. 3:0 für Tarforst. Bei den Osburgern wächst die Verzweiflung, ein Kopfball nach Flanke auf Sebastian Otto kann aber kaum für Schrecken in Tarforsts Abwehr sorgen. Und auch Christian Wolff hat nach einem Foul von hinten in die Beine Glück, dass Leonardy die gelbe Karte in der Tasche lässt.

Foto: Das Knie hielt und ein Tor sprang auch noch heraus - Simon Krugmann (links) war in Osburg wieder einer der Besten im Tarforster Dress.

Tarforst hingegen spielte in der weiterhin Zweikampf orientierten Partie wie im Rausch. Dennoch war auch die Zeit für faire Gesten: So verarztete Tarforsts Co-Trainer Micha Fuchs kurz den Osburger Herz, nachdem dieser sich an der Hand verletzt hatte. Ein kleines Dankeschön folgte in der 68. Minute. Spruck dribbelt drei Osburger im Strafraum aus und hat noch die Übersicht für einen Pass auf Rinnenburger. Dieser schießt und hinterlässt erneut einen vor Schreck erstarrten Kauhausen, als der Ball links ins Tor einschlägt. 4:0 für den FSV Tarforst. Torschütze Rinnenburger - bis dahin einer der stärksten Spieler auf dem Feld - rennt daraufhin freudig auf Coach Fengler zu und zeigt stolz auf den torerzielenden Fuß. "Mit rechts", frohlockt er und vermittelt dabei den Eindruck, als wolle er seinem Coach damit eine lange Nase machen. Wen wundert es, die Kraft hinter Schüssen seines rechten Fußes mussten wohl schon Vergleiche mit Dirk Fenglers Tochter über sich ergehen lassen. Doch wer bekanntlich zuletzt lacht…

Nicht ausgelacht, aber ausgespielt hatte es sich danach für den doch etwas Gelb-Rot gefährdeten Tobias Spruck. Für ihn wurde Thorsten Oberhausen eingewechselt. Es war allerdings bereits die Zeit für die Abwehrspieler der Tarforster zu zeigen, dass sie gegenüber ihren Stürmern in Sachen Tempo in nichts nachstanden. Osburg versuchte sich mit hohen Bällen nach vorne, doch stets war ein Tarforster Bein dazwischen und erstickte die Angriffsbemühungen im Keim. Vorne schalteten die Tarforster derweil zwei Gänge zurück, Dominik Ley durfte für Sebastian Färber weichen, während auch Osburgs auffälligster Akteur, Christian Grünen, das Feld verlassen durfte. Tobias Berens kam für ihn ins Spiel.

Die letzten 15 Minuten des Spiels standen dann aber doch wieder eher im Zeichen des Zweikampfs. Dabei musste David Rinnenburger ein Spießrutenlaufen der besonderen Art über sich ergehen lassen. An der Außenlinie, etwa auf Strafraumhöhe und fernab des Spielgeschehens, lag dessen Gegenspieler auf einmal auf dem Boden und einige Osburger hatten ein ernstes Wörtchen mit ihm zu bereden, ein kleines Gerangel folgte, aus dem Rinnenburger von Mannschaftskollegen entfernt werden musste. Schnell hatte sich dieser auch wieder beruhigt und ging nun zurück auf seine angestammte Position. Diese war nun allerdings die des linken Verteidigers und sein langer Weg zurück auf die Position führte an vielen Osburger Fans vorbei, welche nun wie eine verbale Laolawelle lautstark Rinnenburger einige Nettigkeiten zuwarfen. Rinnenburger zeigte sich jedoch - zum Glück - unbeeindruckt. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt aber auch entschieden, was Coach Fengler auch veranlasste, Torwart Schwind auszuwechseln und Daniel Bauer im Kasten noch einige Einsatzminuten zu gönnen.

So blieb das Finale des Spiels die Zeit des Schiedsrichters Leonardy, welcher wohl zum Ende hin Probleme mit der eintretenden Dunkelheit hatte. Wurden anfangs noch gelbwürdige Fouls nicht entsprechend geahndet, wurden in den letzten Minuten Fouls letztendlich gänzlich übersehen. Nach einem Foul an Rinnenburger ertönt dann doch noch einmal die Schiedsrichterpfeife und Tarforsts Nummer "Vier" führt gefrustet selbst aus. Der satte Schuss aus 35 geht aber knapp am Tor vorbei. Der Trierer Schiedsrichter ahndet danach noch ein gewonnenes Laufduell und pfeift letztendlich pünktlich ab. 4:0 - das verdiente Endergebnis die Tarforster gegen tapfer kämpfende Osburger.

War bei den anwesenden Schlachtenbummlern in Sorge um die Knochen ihrer Helden der Schiedsrichter noch das beherrschende Thema, zeigte Coach Fengler daraufhin angesprochen jedoch Fachwissen und Weitsicht. "Es geht für beide Mannschaften um so viel, da ist es doch normal, dass es auch zu Zweikämpfen kommt. Ich finde es gut, wenn man dann mal auch etwas laufen lässt", attestierte Fengler Leonardy gutes Fingerspitzengefühl. Auch war für ihn das Auftreten seiner Truppe in Halbzeit zwei weder das Ergebnis einbrechender Dunkelheit oder besonders motivierender Pausengetränke. "Wir wussten, dass Osburg dieses Tempo nicht über 90 Minuten aufrecht halten konnte", wies der 40-Jährige auf die konditionellen Fähigkeiten seines Teams hin. Sie waren wohl in der Tat der Knackpunkt in dieser Partie, welche wirklich zwei Halbzeiten gesehen hatte: Eine vom aufopferungsvollen Kampf der Osburger gegen den drohenden Abstieg und eine zweite von einer Mannschaft, die nicht nur mit ihren Trikots laut Co-Trainer Fuchs "einen Hauch von Celtic Glasgow" versprühte, sondern eben auch wie ein Zug wirkte - die ihrem Ziel wie auf Schienen entgegen rauscht. Dem Aufstieg.

Genau dieses Ziel gab Fengler nach dem Spiel auch zum ersten Mal als neues Saisonziel an. Wohl auch wissend um das Ergebnis der Schweicher in Krettnach (1:1). Fengler freute sich nicht nur für die Krettnacher, welche im Abstiegskampf ebenso jeden Punkt gut gebrauchen könnten, sondern sieht sein Team nun in direkter Schlagdistanz, beide Mannschaften trennt nun nur noch ein Punkt. Und Fengler zeigt sich zuversichtlich. "Wir sitzen ihnen im Nacken, und das wissen sie. Wir haben erwartet, dass die Schweicher nervös werden. Sie haben da auch allen Grund zu, denn wenn sie noch einmal Schwäche zeigen, sind wir an ihnen vorbei und lassen uns den Aufstieg dann auch nicht mehr nehmen." Den Schweichern wird es da nicht gerade entgegen kommen, noch gegen Auw ran zu müssen. Für Tarforst geht es derweil am Sonntag, 9. Mai, weiter, wenn man am Sportcenter Tarforst den SV Lüxem empfängt. Muttertag. Mal sehen, ob die Kicker in Schwarz-Weiß-Gold dann wieder in Rot-Blau auflaufend ihren Müttern ein ganz besonderes Geschenk machen können. Die Tabellenführung nämlich.

SG Osburg / Thomm: Dennis Kauhausen, Dirk Klassen, Jens Roob, Sebastian Otto, Benedikt Herz, Michael Priem, Christian Grünen (Tobias Berens), Carsten Knopp (Christian Wolff), Peter Leineweber, Martin Dellwing, Alexander Schabo. Trainer: Michael Höllen, Ingo Berens.

FSV Trier-Tarforst: Markus Schwind (Daniel Bauer), Michael Wick, Christian Dahm, Tobias Spruck (Thorsten Oberhausen), Martin Gorges, Stefan Castello, Dominik Lay (Sebastian Färber), Bernhard Heitkötter, David Rinnenburger, Simon Krugmann, Patrik Kasel. Trainer: Dirk Fengler.

Schiedsrichter: Raphael Leonardy (Trier)

Tore: 0:1 Patrik Kasel (55.), 0:2 Stefan Castello (58.), 0:3 Simon Krugmann (62.), 0:4 David Rinnenburger (68.)

Quelle: www.moselkicker.de /Daniel Maximini

 
« Weiter zurück (älter): » Aktueller Newsüberblick » Newsarchiv Weiter vor (neuer): »
Fußball - Bezirksliga: FSV besiegt den SV Konz klar und deutlich mit 5:1   Fußball - Jugend