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| Fußballcamp Sommerferien 2010 | Tennis - 2. Spieltag für die Tennisspieler des FSV |
10.05.2010: Fußball-Bezirksliga: FSV schnürt erneuten 5er-Pack im Heimspiel gegen den SV Lüxem und siegt 5:0!!
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| Die Mannschaft |
Die Mannschaft trifft wie am Fließband - und kann doch nur hoffen. Auf Buchholz (trifft am letzten Spieltag zu Hause auf Schweich) und ein kleines Wunder. Denn Tabellenführer Schweich behauptete mit einem last-minute-Heimsieg gegen Auw die Tabellenspitze und den einen Punkt Vorsprung auf den FSV!
Wer kennt das nicht. Man kommt zu Kaffee und Kuchen und es gibt: Nusskuchen. Eine leckere Sache, aber wer die Auswahl hätte, würde immer zur Sahnetorte greifen. Denn der Nusskuchen ist irgendwie unspektakulär. Trist. Irgendwie zweite Wahl. Was aber hat das mit dem 5:0 Sieg der Tarforster gegen die SV Lüxem zu tun? Nun, nach Spielende gab es auch für die Kicker in Rot-Blau Nusskuchen statt wie noch zwei Wochen zuvor beim Sieg gegen Konz Bratwurst. Und es wirkte wie ein Sinnbild für eine Partie, in der man eigentlich nichts falsch gemacht hatte und am Ende eben doch nur - Nusskuchen hatte.
Dabei wird Coach Dirk Fengler nicht der einzige gewesen sein, der bereits bei der Ansetzung der Partie noch an Bratwürste gedacht haben wird. Weniger regte er sich über die Ansetzung der Partie auf Sonntag 15 Uhr auf, sondern mehr darüber, dass die zweite Mannschaft um 13 Uhr auf dem selben Platz noch gegen die Truppe des SV Udelfangen ran musste. (Ergebnis 3:2 für FSV Tarforst II). Diese Partie war entsprechend erst um 14.50 Uhr zu Ende, und der Platzsturm der Mannschaften mit Schlusspfiff galt nicht etwa den Mannschaftskollegen des B-Ligaclubs, sondern der sehnlichst erwarteten Möglichkeit, sich richtig warm zu machen. Zuvor konnte dafür nur der schmale Streifen hinter dem Tor genutzt werden, wodurch es für einige unaufmerksame Passanten doch recht gefährlich wurde.
Schiedsrichter Thomas Brück aus Brecht zeigte sich aber sehr tolerant und pfiff die Partie erst zehn Minuten später an. Nicht das einzige Mal, wo Thomas Brück Klasse zeigen konnte. So gab es in der ganzen Partie keine Karte, keine Pfiffe erboster Zuschauer und auch keine bemerkbaren Fehlentscheidungen. Wer glaubt, dass die Bezeichnung "Bezirksliga-Schiedsrichter" eher als Beleidigung aufzufassen wäre; nun hier zeigte sich, dass es auch anders geht.
Viel zu pfeifen gab es aber auch sonst nicht für die sicher 230 Zuschauer, die pünktlich zum verspäteten Anpfiff dann auch von der Sonne begrüßt wurde, welche sich zuvor durch dicke Wolken kämpfen musste. Dabei erwischten die in strahlend weiß spielenden Lüxemer durchaus den besseren Start. Die Mannschaft von Guido Habscheid zeigte sich druckvoller und kam mit Manuell Hoffmann auch schnell zu einer ersten Chance, als dieser eine Flanke knapp verpasste.
Tarforsts erste Chance hingegen war gleich eine hochkarätige. Simon Krugmann kommt aus 25 Metern an den Ball, seinen strammen Schuss kann Dirk Mittler jedoch mit einer großartigen Parade noch gerade so über die Latte lenken. Mittler musste sich für diesen Schuss schon sehr lang machen, während die anschließende Ecke sicher in seinen Armen landete. Dass Lüxem den Tarforstern nicht nur in punkto Schnelligkeit, sondern auch an Schusskraft in nichts nachstand, bewies danach Stefan Follmann aus ähnlicher Distanz, der Schuß ging jedoch deutlich links am Tor von Markus Schwind vorbei. Der Keeper der Tarforster sollte aber durchaus noch mehr Bekanntschaft mit der Lederkugel machen.
Doch zuerst war es wieder Zeit für das schnelle Kombinationsspiel der Tarforster. Krugmann und Dominik Lay passen sich die Kugel hin und her, bis Krugmanns Pass Patrik Kasel findet, der keine Sekunde fackelt und direkt ein Geschoss auf Lüxems Keeper ablässt. Dieser ist mit der Hand am leicht flatternden Ball, muse jedoch feststellen, dass er der Kraft dieses Balles nichts entgegensetzen kann. Der Ball fliegt in die Maschen. Aus dem Nichts heraus das 1:0 für Tarforst in der siebten Minute.
Und nur kurz danach ist wieder Gefahr im Strafraum der Wittlicher, als Kasel Krugmann schickt und Mittler nur ganz knapp vor jenem klären kann. Krugmann hatte auch kurz danach eine weitere Chance, als Kasel den Ball dieses Mal auf rechts außen zu Berhard Heitkötter spielt, dieser bis zur Grundlinie durchrennt und den Ball durch die Abwehr genau auf Tarforsts Nummer "Zehn" passte, dessen Schuss aber knapp über die Latte streifte.
Dies täuschte aber nicht über die Tatsache hinweg, dass Lüxem das bessere Team war. Sehr druckvoll rannten die Mannen in Weiß immer wieder auf die Abwehr zu, um allerdings gerade vor dieser stets zu scheitern. Gerade Rechtsverteidiger Christian Dahm erwischte einen Sahnetag und war immer ein Schritt schneller als seine Gegenspieler. Eben jener Dahm schickte dann auch ein weiteres Mal Kasel, welcher ballsicher durch die Lüxemer Abwehr dribbelte, vor dem Schuss aber vor selbiger auch gestoppt werden konnte. In der Tat stand auch die Lüxemer Abwehrleistung der der Tarforster in nichts nach.
Und so hieß es kurz danach auch Luft anhalten für den FSV. Eine von Links in den Strafraum geschlagene Flanke rasierte geradezu die Stirn von Manuel Hoffmann. Und hätte dieser nur ein paar Zentimeter mehr Haar auf dem Kopf gehabt, hätte er diesen Ball wohl ins Tor köpfen können. So blieb es aber beim 1:0 der Tarforster, die weiterhin ihre liebe Müh und Not mit den wieselflinken Lüxemern hatten und ein ums andere Mal Anweisungen vom Trainerteam erhielten, während Habscheid sich die Partie seiner Jungs ganz ruhig anschauen konnte. So kam seine Truppe auch zu weiteren Chancen, Sven Kohlei spielt erneut einen langen Ball in den Strafraum, wo erneut Manuell Hoffmann parat stand, jedoch an Schwind abprallte, der den Ball knapp vor dem Lüxemer Spieler aus der Luft fischen konnte. Nach kurzer Behandlungspause ging es aber auch für Hoffmann weiter.
Im Gegenzug waren gerade die sonst so starken Tarforster Stürmer bei Habscheids Abwehrleuten bestens aufgehoben. Bestes Sinnbild war wohl auch der verzweifelte Gesichtsausdrucks Krugmanns hin zum Trainerteam gefolgt von einem geradezu hilfesuchenden "Die rennen uns kaputt!" Kurz danach war Krugmann wahrscheinlich aber erst mal glücklich, dass nicht sein Knie kaputt war. Bei einem Zusammenstoß mit dem Schienbein von Marcel Ritz blieb er lange auf dem Boden liegen und wand sich vor Schmerzen. Das sorgte aber auch gleichzeitig für eine sehr eigenartige Szene. Denn als dieser zur erhofften Linderung der Schmerzen nach einer x-beliebigen Dame aus dem horizontalen Gewerbe fluchte, schien Lüxems Christoph Krähling sich davon irgendwie beleidigt und warf Krugmann einige böse Worte zurück. Doch schnell senkten sich die Emotionen wieder, und Krähling klärte den irritiert drein blickenden Thomas Brück noch einmal darüber auf, dass er dachte, beleidigt worden zu sein. Nun, dem war nicht so.
Dennoch war dies Ansporn genug für Krähling, sich noch mehr in die Partie einzubringen. So wurde dieser immer besser und spielte sich kurz danach bis zur Grundlinie durch, passte in den Rücken der Abwehr und fand Markus Kuhnen, dessen Schuss knapp rechts über Schwinds Gehäuse strich. Weiterhin spielte Lüxem die Tempokarte. Es war, als ob die Wittlicher vom TGV-Spiel der Tarforster gegen Osburg gelesen hätten und beweisen wollen, dass es noch schnellere Züge gab. Tatsächlich konnte der Kontrast hin zum Osburgspiel nicht größer sein. Doch manchmal braucht es eben nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch Technik. So schickt in der 32. Minute Lay den Kollegen Kasel steil, dieser rennt kurz auf das Tor zu und hebt den Ball technisch perfekt über den herauseilenden Mittler zum 2:0 in die Maschen. Wie schon beim 1:0 ein Tor aus dem Nichts.
Wer nun dachte, Lüxem würde sich geschockt zeigen, irrte jedoch. Nach einem Pass von Kohlei zielt Krähling aufs kurze Eck und verpasste nur kurz. Danach muss Dahm per Kopf in Richtung eigener Torhüter klären und riskiert damit sogar ein Eigentor, Schwind fischt den Ball jedoch noch vor der Linie zurück ins Spiel. Es hätte wohl Eckball gegeben. Auch zeigten Lüxems Stefan Follmann und Krähling eine schöne Kurzpassstaffette, bei der am Ende Krähling nur knapp im Abseits stand. Am Ende war es aber doch immer wieder ein Tarforster Abwehrbein, dass verhinderte, dass Lüxem richtig zwingende Torchancen erhielt. Sei es nun Martin Georges, welcher den von Sebastian Schug geschickten Krählen an der Grundlinie sauber abgrätscht oder einer seiner gut stehenden Abwehrkollegen, die daraufhin nur noch einmal einen Ball in Richtung Gehäuse durchlassen, als Markus Kuhnen einen Distanzschuss doch ein gutes Stück über den Kasten haut.
Und so musste es auch kommen, wie es kommen musste. Marcel Ritz verstolpert in der 42. Minute den Ball an Stefan Castello, der schickt Krugmann in Richtung Tor, Tarforsts Stürmer kann von niemandem mehr aufgehalten werden und haut den Ball an Mittler vorbei zum 3:0 in die Maschen. Lüxem versuchte es danach noch mal mit hohen Bällen, welche aber im Strafraum stets sichere Beute von Markus Schwind waren. So ging es mit 3:0 und dem gleichzeitigen 0:0 der Schweicher gegen Auw in die Pause. Nach 45 Minuten stand Tarforst auf dem Aufstiegsrang.
Nach (nur) zehn Minuten Pause pfiff Brück die Partie dann wieder an. Krugmann kam gleich wieder zu einer guten Chance, als er nach einem Pass von David Rinnenburger zum Schuss kam und die Kugel sich leicht abgefälscht über dem Lüxemer Tor bedrohlich senkt, ihr Ziel aber dann doch verpasst. Weiterhin bleibt das Spiel aber eine Abwehrschlacht auf beiden Seiten. Sebastian Schug passt den Ball noch einmal von rechts in den Tarforster Strafraum, wo Michael Wick in die Mitte klärt, Kuhnen den Ball volley nimmt. Schwind fängt den Ball aber sicher.
Habscheid brachte dann für Hoffmann Sergej Dell, welcher gleich viel - oder eher noch mehr - Schwung in die Partie brachte. Seine erste Flanke finden auch fast einen Mitspieler am langen Pfosten, doch Georges kann vorher zur Ecke klären. Bei dieser muss sich Schwind dann noch einmal sehr lang machen und kann den Ball ins Niemandsland abfälschen. Der Tarforster Schlussmann zeigte sich am Sonntag wahrlich als König der Lüfte. Allerdings auch am Boden, als Krähling in die Mitte auf Schug passt und dieser schon zum Schuss aus der Drehung ansetzt. Schwind kann diesen Ball aber weggrätschen, bevor Schug mehr daraus machen kann. Den daraus folgenden Kopfball kann Tarforsts Schlussmann dann wieder sicher fangen.
Nur ganz selten waren jetzt Entlastungsangriffe der Tarforster zu verbuchen. Rinnenburger bricht irgendwann durch den Lüxemer Abwehrverband und schießt aus spitzem Winkel aufs Tor, Mittler aber mit einer starken Parade klärt zur Ecke. Manchmal hilft aber auch die beste Abwehr nichts. Manchmal langt ein langer Ball und - wer sonst - Patrik Kasel. Dieser braucht nur wenige Schritte, blickt, sieht, dass Mittler bereits auf ihn zustürmt und hebt den Ball schon wieder über den Keeper in die Maschen. Sein 25. Saisontor! Da waren gerade Mal 67 Minuten gespielt.
Nun war Lüxems Wille doch gebrochen. Sie kamen zwar nochmals zu einer Chance, als Markus Schwind nach dem Komando "Leo" zum Schrecken der Mannschaftskollegen fast über den Ball tritt, Schug war jedoch zu überrascht, um diese Gelegenheit zu nutzen. Tarforst begann nun zu wechseln, für Heitkötter, der viele Wege gegangen war, kam nun Thorsten Oberhausen ins Spiel. Kurz danach war auch für Lay das Spiel beendet, Sebastian Färber kam für ihn ins defensive Mittelfeld. Und auch Dahm durfte sich nach seiner guten Leistung einen besonderen Applaus vom gut gelaunten Publikum abholen, als Patrick Schwind ihn ersetzte.
Viel sollte aber nicht mehr für Lüxem gehen, die nun Tarforst mehr und mehr das Spiel überlassen mussten. Kuhnen stand nach einem geschickten Dribbling noch einmal in guter Schussposition, sein Schuss wurde aber von der Tarforster Abwehr zur Ecke geklärt. Die anschließende Ecke segelt quer durch den Strafraum und wird fast von Dell verwertet, er kann den Ball jedoch nicht kontrollieren und so gibt es nur Abstoß.
Lüxem ist danach nur noch durch einen Schuss von Schug gefährlich vor dem Tor, im Gegenzug hofft Tarforst auf Konter und schickt auch ein weiteres Mal Kasel, dessen Schuss aber rechts am Tor vorbeigeht. Zuvor hatte Krugmann nach einer Passkombination zwischen Färber, Spruck und Kasel noch einmal eine Schusschance, trifft den Ball aber nicht richtig. Man hat sich inzwischen mit dem 4:0 arrangiert, als gleichzeitig mit dicken Regenwolken das Ergebnis aus Schweich frisch eintrifft.
Für die vielen Fans ein sichtlicher Schock, von dem die Spieler auf dem Platz noch nichts ahnen. So nimmt sich Castello in der 88. Minute noch mal ein Herz und schießt aus 25 Metern auf den Kasten von Mittler. Mittler hält sicher, nein, doch nicht, der Ball fällt ihm auf einmal aus den Händen und springt hinter die Linie. 5:0! Ein Riesenbock des Wittlicher Keepers. Damit war für Tarforst der Heimnimbus doch gewahrt, die Rotblauen haben im Jahr 2010 in jedem Heimspiel fünf Tore geschossen. Doch die Freude darüber scheint wie verblasen. Abpfiff.
Viele Minuten sitzen die Tarforster Spieler traurig und mit leckerem Nusskuchen auf dem Rasen und trauern der großen Chance nach. Doch schon kurz danach scheint sich die Laune wieder aufzuhellen, genau so wie die große Regenwolke vorbei zieht, ohne seine Tränen zu vergießen. Am Ende ist das bisher Erreichte eben doch ein zu großer Erfolg.
Coach Fengler macht auch noch einmal klar, dass diese Sache nicht so schlimm sei, wie es nun den Anschein habe. Man könne weiterhin ganz auf sich schauen und müsse feststellen, dass man Großartiges erreicht habe. "Wir freuen uns auf Leiwen", sah er bereits nach vorne. Und noch ist ja ein Spiel, in dem viel passieren könne. "Gegen Buchholz haben schon ganz andere Vereine Punkte gelassen", lässt er einen Funken Hoffnung für nächsten Sonntag offen.
Er hat dabei nicht ganz unrecht, es war immerhin sein eigenes Team, dass bei eben jenem Tabellenvorletzten schon Punkte liegen lassen musste. Doch die Hoffnung dürfte nicht sonderlich hoch sein. Sicher, der Tabellenfünfzehnte wird den Schweichern mitten im Abstiegskampf nichts schenken wollen, dennoch wäre es wohl das Beste, für die Partie in Leiwen nächsten Sonntag einen weiteren Nusskuchen parat zu halten. Für Notfälle dann eben mit Kaffee und Schlagsahne. Und für oben drauf noch eine Kirsche. Und wenns dann nur für die dritte Mannschaft ist. Denn die konnte Tags zuvor es der ersten vormachen. Mit einem Aufstieg in die C-Klasse.
Aufstellung FSV Tarforst: Schwind, Wick, Dahm (Patrick Schwind), Rinnenburger, Gorges, Castello, Lay (Färber), Heitkötter (Oberhausen), Tobias Spruck, Krugmann, Kasel. Trainer: Fengler
Aufstellung SV Lüxem: Mittler, Stoffel, Kohlei, Hayer, Ritz, Follmann, Kohlei, Hoffmann (Dell), Schug, Kuhnen, Krähling (Kleifges) Trainer: Habscheid
Tore: 1:0 Kasel (7.), 2:0 Kasel (32.), 3:0 Krugmann (42.), 4:0 Kasel (68.), 5:0 Castello (88.)
Beste Spieler: Dahm, Castello, Kasel - Kuhnen, Krähling, Dell
Quelle: www.moselkicker.de /Daniel Maximini
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