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28.03.2011: Zwei, die sich gefunden haben
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| Zwei, die sich gefunden haben: Patrick Kasel und Sven Simon |
Von TV-Mitarbeiter Willi Rausch
Der FSV Trier-Tarforst, Aufsteiger in die Fußball-Rheinlandliga, liegt nach drei Vierteln der Saison auf dem dritten Platz. 42 Tore hat die Elf von Trainer Dirk Fengler in 23 Spielen erzielt, 26 davon gehen auf das Konto des besten Sturmduetts der Liga, Patrik Kasel und Sven Simon.
"Wir haben uns gesucht und gefunden", sagt Patrik Kasel über seinen kongenialen Sturmpartner Sven Simon, mit dem er erst seit der Saison 2009/2010 in einem Team spielt. 17 Tore hat das nur 170 Zentimeter große Kraftpaket Sven Simon (27 Jahre) erzielt, neun Tore der 182 Zentimeter große Patrick Kasel (24 Jahre alt). Noch beeindruckender als die Torgefährlichkeit, die die beiden ausstrahlen, ist ihr Zusammenspiel. Das dokumentiert sich in 18 Torvorlagen - acht für Simon, zehn für Kasel, die meisten davon für den jeweils anderen.
"So unterschiedlich wir von der Statur her sind, so sehr deckt sich unsere Auffassung von Fußball", sagt Simon. "Wir verstehen uns auch außerhalb des Fußballs gut."
Beide sind bedingungslos offensiv ausgerichtet, gehen weite Wege, reißen Löcher und suchen, wann immer es möglich ist, den direktesten Weg zum Tor. Und das ganze im Höchsttempo. Das gilt nicht nur für den kleineren Simon, sondern auch den größeren Kasel, der seinem Sturmpartner in Sachen Antritt in nichts nachsteht. "Dafür muss ich auch viel tun", sagt Kasel, "mir bleibt manchmal noch nicht einmal genügend Zeit für meine Freundin Katrin."
Auch Simon muss sich die Stunden, die nicht für den Fußball aufgewendet werden, gut einteilen. Schließlich wollen auch Lebensgefährtin Jennifer und Tochter Juliana (18 Monate) Zeit mit ihm verbringen.
Beide Karrieren verliefen nicht gradlinig. Kasel hat gar eine "rund fünfjährige Fußballpause" hinter sich, kickte dann in der B-Liga bei Pluwig/Gusterath, hat dort "ich glaube 40 Tore in einer Saison gemacht" und wurde dann von seinem Kumpel Stefan Castello "nur so zum Spaß zum Training nach Tarforst mitgenommen". Und blieb.
Simon hat sein Glück schon mal in der Rheinlandliga versucht. Er war einmal in Dörbach gelandet. "Dort habe ich linker Verteidiger gespielt", sagt der Vollblutstürmer. Über die inzwischen getrennte Wege gehende SG Mariahof/VfL Trier fand er ebenfalls aus der B-Klasse den Weg nach Tarforst.
Beide sind auf einer Wellenlänge, wenn es um die Wertschätzung ihres Vereins geht: "Wir haben uns in den letzten fast zwei Jahren enorm entwickelt. Das ist sicher in erster Linie ein Verdienst von Trainer Dirk Fengler." Außerdem schätzen sie "die Kameradschaft, die hier im Verein herrscht", und fühlen sich deshalb "pudelwohl". Fengler ist froh, dieses Duo in seinen Reihen zu haben. "Obwohl sie schon jetzt wirklich gut sind, arbeiten beide weiter hart und konsequent daran, sich zu verbessern." Auf dass sie noch besser werden.
Simon sieht Verbesserungsbedarf im Kopfballspiel, "und der rechte Fuß muss besser werden." Kasel will "cleverer werden und meine Übersicht verbessern." Fengler hofft, beide noch lange halten zu können - nicht nur wegen der fußballerischen Klasse, sondern weil es "zwei richtig gute Jungs" sind.
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