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20.04.2011: Dirk Fengler im Interview
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Dirk Fengler, Trainer des FSV Trier-Tarforst seit 2007
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RED: Die Hälfte der Rückrunde ist gespielt, wie bewertest du die sportliche Entwicklung nach der Winterpause?
DF: Überwiegend positiv, nach guter Vorrunde und 29 Punkten, was uns wohl niemand zugetraut hatte, ist der von vielen erwartete Einbruch ausgeblieben. Im Gegenteil - die Mannschaft hat sich weiterentwickelt.
RED: Woran machst du diese Weiterentwicklung fest?
DF: Das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft hat sich verbessert. Wir sind ruhiger, abgeklärter in den kritischen Momenten, bei gegnerischen Standardsituationen nicht mehr so anfällig und verhalten uns viel cleverer als zu Beginn der Saison.
RED: Was traust du deiner Mannschaft in dieser Saison noch zu?
DF: Ich traue Ihr im positiven Sinne alles zu. Ich bin überzeugt, wenn wir die Konzentration, den Biss und die Leidenschaft wie bisher in jedem Training und Spiel beibehalten, können wir am Ende der Saison unter den ersten Sechs stehen. Der ausgeglichene Kader ist hier sicherlich ein Trumpf. Ausfälle können jederzeit gleichwertig ersetzt werden.
RED: Klassenerhalt als Saisonziel ist erreicht, wie sieht deine Planung für die kommende Saison aus?
DF: Anfang des Jahres haben Vorstand, Abteilungsleiter, mein Co-Trainer Michael Fuchs und ich, uns auf ein nachhaltiges, realisierbares Konzept geeinigt.
RED: Geht es etwas konkreter?
DF: Der FSV hat in den letzten Jahren im gesamten Seniorenbereich eine rasante sportliche Entwicklung genommen. Über 80% unserer Spieler im Seniorenbereich kommen aus unserem eigenen Nachwuchs. Dies ist der beste Beweis dafür, dass sich intensive und gute Jugendarbeit auch langfristig auszahlt.
Bei unseren Neuzugängen war uns immer neben der sportlichen Komponente wichtig, dass die Spieler vor allem menschlich zu uns passen. Der Zusammenhalt zeigt, dass wir hier richtig entschieden haben.
RED: Gibt es für die neue Saison schon Zu- oder Abgänge zu vermelden?
DF: 1. Wir haben nicht die wirtschaftlichen Möglichkeiten wie andere Vereine Spieler zu bezahlen.
2. Wir wollen das auch nicht. Für uns stehen andere Werte im Vordergrund wie z.B. Kameradschaft. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass wir auch alle Spieler gleich behandeln wollen. Um die mannschaftliche Geschlossenheit zu bewahren ist dies unabdingbar.
3. Wir möchten unsere gute Jugendarbeit ausbauen und noch intensivieren. Die Rahmenbedingungen wurden bereits deutlich verbessert. Dies ist die Basis, um uns in der Rheinlandliga zu etablieren.
RED: Was heißt das für die Zukunft?
DF: Kurzfristig gesehen hoffe ich natürlich, dass uns alle Spieler erhalten bleiben. Es ist jedoch kein Geheimnis, dass durch gute Leistungen der ein oder andere Spieler auch für andere Vereine interessant ist.
Durch unsere Arbeit und den Rahmenbedingungen sind wir aber auch für viele Spieler ein attraktiver Verein.
Ich bin überzeugt davon, dass jeder Spieler, der sich für den FSV entscheidet, dies nicht bereuen wird.
Wir sind noch nicht am Ziel...